zum Wettbewerb

Nach mehr als sechs Stunden intensiver Diskussion und Auseinandersetzung am 12.03.2015 im Kreis der Jury stehen die Gewinner des Ideenwettbewerbes für das Loitzer generationengerechte Quartier fest. Der erste Preis geht an Robert Mittelbach aus Stralsund. Die Jury favorisierte seinen Entwurf, weil es mit der Arbeit gelingt ein Stück Zukunftsbild von Loitz zu formulieren. Dass die Stadt Loitz eine architektonische Perspektive hat und die demografischen Veränderungen auch in dem Entwurf treffend aufgegriffen und kommuniziert wurden, überzeugte die Jury auch beim Entwurf des Architekten Wolfgang Warnkross aus Stralsund, der dafür mit dem zweiten Preis ausgezeichnet wurde. Öffentliche und private abgegrenzte Funktionsbereiche gaben den Ausschlag für den dritten Preis. Ausgezeichnet wurde dafür der Entwurf des Büros von Susann Milatz und Ullrich Schmidt aus Neubrandenburg.

„Ein Architektenwettbewerb zeigt auch an dem Beispiel Loitz, dass hiermit vielfältige Ideen und unterschiedliche zukunftsweisende Lösungsansätze gefunden werden können“ fasst Jurymitglied Maik Buttler aus Rostock nach Abschluss der Jurysitzung das Wettbewerbsformat zusammen. Professor Rainer Hobigk, Planungsexperte und längjähriger Kenner der Region betonte als sachverständiger Berater der Jury am Ende des Tages die „facettenreiche Beiträge mit sowohl realistischen, der Örtlichkeit angemessenen Lösungen, als auch die intuitive Ideen zur Qualitätsverbesserung und Attraktivierung der historischen Altstadt.“ „Mit dem erzielten Wettbewerbsergebnis hat die Stadt Loitz eine hervorragende Grundlage um über die bauliche Zukunft der Innenstadt Loitz neu und zukunftsorientiert zu diskutieren“ kommentierte der Juryvorsitzende Joachim Brenncke, der zugleich auch Präsident der Architektenkammer Mecklenburg Vorpommern ist.

Die ausgezeichneten Ideen zeigen konkrete Visionen auf, mit der im Stadtkern neue Impulse gesetzt werden. „Ich glaube, dass wir mit den vorliegenden Entwürfen tolle Wohnkonzepte für unsere Altstadt vorliegen haben. Mich freut besonders, dass in den Entwürfen zu erkennen ist, dass unsere Lebensweise und Gepflogenheiten Berücksichtigung finden und ganz neue Ideen des Zusammenlebens sich in der Architektur wiederfinden.“ kommentierte Bürgermeister Michael Sack das Ergebnis. „Mit dieser Quartierslösung haben wir in Loitz eine zukunftsweisende Situation geschaffen um eine gemeinsame Orientierung zwischen Alt und Jung darzustellen. Mit den Experten und als Mitglied des Bauausschuss gemeinsam an der Lösung zu arbeiten hat mir neue Impulse gegeben, von denen auch der Bauausschuss profitieren wird“ ergänzt Werner Bahls.  Kathrin von Koß, Projektleiterin bei der BIG-STÄDTEBAU GmbH, die den Wettbewerb gemeinsam mit der Stadt Loitz ausgelobt hat resümiert das Ergebnis mit den Worten: „In der Diskussion zu den Entwürfen hat sich gezeigt, dass es sich lohnt so ein Wettbewerbsverfahren durchzuführen, um innovative Ideen für zukunftsfähige kleine Altstädte unter Berücksichtigung der Herausforderungen aus dem demografischen Wandel zu finden und zu etablieren.“

Der Ideenwettbewerb ist ein wichtiger Baustein sowohl in der Projektdurchführung „Gemeinsam neue Wege in der Stadt-Umland-Beziehung“ der Modellregion Amt Peenetal Loitz als auch der Stadtsanierung insgesamt.Die Stadt Loitz hat am 10.10.2014 den Architektenwettbewerb im Rahmen des MORO-Umsetzungsprojektes aus dem „Aktionsprogramm regionale Daseinsvorsorge“ des Bundesinstituts für Bau- Stadt- und Raumforschung (BBSR) ausgelobt und wurde für den Projektansatz „Wohnquartier nach Bürgerwillen“ als Ort im Land der Ideen 2014/5 ausgezeichnet. Wettbewerbsaufgabe war die Neugestaltung eines Teils des Stadtquartiers Peene-/ Breite-/ Heilgeiststraße in Loitz. Die Architekten waren aufgefordert, für fünf zusammenhängende innerstädtische Grundstücke Gebäude- und Außenanlagenkonzepte zu entwickeln, die in der Nutzung variabel sind und ein generationengerechtes Wohnen ermöglichen.Die vorgeschlagenen Konzepte sollen eine Einzelverwertung jedes Grundstücks ermöglichen. Architekten aus dem gesamten Europäischen Wirtschaftsraum konnten sich beteiligen. Fünf Büros aus Mecklenburg Vorpommern wurden durch die Auslober benannt. Auf die weiteren fünf Plätze haben sich 29 Architekturbüros beworben. Die teilnehmenden Bewerber wurden per Losverfahren bestimmt. Neun sehr unterschiedliche Entwürfe für das generationengerechte Quartier waren beim Wettbewerbsbetreuer A & S GmbH Neubrandenburg fristgerecht und vollständig eingereicht. Alle neun Wettbewerbsentwürfe werden vom 16.03.2015 bis 27.03.2015 öffentlich ausgestellt. Ort der Ausstellung ist der AWO Mehrzweckraum des Amtes Peenetal/Loitz in 17121 Loitz, Lange Straße 83. Die Stadt wird mit den zukünftigen Investoren verhandeln, um die planerische Umsetzung des ersten oder zweiten Preises zu ermöglichen.

 

 



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